Influencer, WTF are you doing?

I have to be honest. Instagram dominates a large part of my time every day. It’s like an addiction, but rather toxic. But the thing is: I don’t know the majority of these people and it’s literally the same things on every profile. A new face mask from Hello Body? And a new tea from FitVia? I know these advertising posts inside out. And to be honest? It’ annoying! That’s why I completely revised my Instagram a few days ago. I have now banned all “influencers” who do this kind of advertising from my feed. Nevertheless, I still follow almost 300 profiles. (Among them are also many pages about dogs – I have to say that in my defense.) 

I find it so frightening that in times when the Amazon (not the Amazon where you can buy things online!) is on fire, sea animals die miserably from plastic bags, refugees drown and sexism at work is still the norm – these people can’t think of anything better with their reach than promoting a new cream. Before I talk myself into rage, I want to make a difference. Fortunately, there are at least a few people on social media, who draw attention to problems, talk about them and don’t accept every advertisement from every company just to make money. 

Well, yes. And then there are those who have endless companies send them parcels every day with new clothes, new jewellery, new make-up. No one, really no one can possess and carry so much stuff. Of course it’s great, you always have a suitable present for your friends for their birthday. But this abnormal consumption is – well – abnormal. As the job title already says, these people are influencers. They influence people. But what kind of influence is that? They just call for even more consumption. “Order people, order. And here’s another code, just for you. Now you also get a discount. Whoo!” This can’t be the end of the work somehow. Sure, we humans are addicted to consumption, that’s why this game works out so well. But there must be more. Fortunately there is some hope. 

A few weeks ago I saw a video of YouTuber Jodie Calussi. The title: “Don’t watch if you want to think that everything is okay”. In this video she talks about the enormous plastic pollution on our planet. But she doesn’t just talk about it. Together with the organization WingsOfTheOcean she is on board for 2 days and helps on the spot. I mean, yeah. That’s exactly the influence we humans need. She shows unembellished pictures of the plastic-contaminated beaches and landscapes and convinces with founded and at the same time frightening numbers. First of all, thank you for that. 

And now my suggestion: Can we please spend less time staring into our mobile phones and ordering one item after the other? Can we go out and enjoy our beautiful earth before we completely destroy it? Can we swim against the current and reduce society’s greed? And please, please. Can we stop packing everything in plastic? Thank you. 


Ich bin ehrlich. Die App Instagram beherrscht einen großen Teil meiner Tageszeit. Es ist wie eine Sucht, aber eher toxisch. Doch den Großteil dieser Menschen dort kenne ich nicht und eigentlich sieht man doch auch überall dasselbe. Eine neue Gesichtsmaske von Hello Body? Und ein neuer Tee von FitVia? Ich kenne diese Werbeposts in und auswendig. Und ganz ehrlich? Es nervt mich! Deswegen habe ich vor ein paar Tagen mein Instagram komplett überarbeitet. Alle „Influencer“, die diese Art von Werbung machen, habe ich nun aus meinem Feed verbannt. Trotzdem folge ich nach wie vor fast 300 Profilen. (Darunter sind jedoch auch viele Seiten über Hunde – das muss ich zu meiner Verteidigung sagen.) 

Ich finde es so erschreckend, dass in Zeiten, in denen der Amazonas brennt, Meerestiere elendig an Plastiktüten sterben, Flüchtlinge ertrinken und Sexismus am Arbeitsplatz immer noch zur Normalität gehört – diesen Menschen nichts besseres mit ihrer Reichweite einfällt, als eine neue Creme zu promoten. Bevor ich mich in Rage rede, ich möchte unterscheiden. Es gibt zum Glück wenigstens ein paar Menschen, die auf Social Media ihr Geld verdienen, die auf Probleme aufmerksam machen, darüber sprechen und nicht jede Werbung von jeder Firma annehmen, nur um Geld zu machen. 

Nun ja. Und dann gibt es eben die, die sich von unendlichen Firmen jeden Tag Pakete schicken lassen mit neuen Klamotten, neuem Schmuck, neuer Schminke. Kein Mensch, wirklich kein Mensch kann so viel Zeug besitzen und tragen. Ist natürlich super, man hat für die Freundinnen zum Geburtstag immer ein passendes Geschenk. Doch dieser abnormale Konsum ist – naja – abnormal. Wie die Berufsbezeichnung schon sagt, diese Menschen sind Influencer. Sie beeinflussen Menschen. Doch was für ein Einfluss ist das? Influencer rufen zu noch mehr Konsum auf. „Bestellt Leute, bestellt. Und hier noch ein Code, extra für euch. Dann bekommt ihr Rabatt. Woho!“ Das kann irgendwie nicht das Ende der Arbeit gewesen sein. Klar, wir Menschen sind süchtig nach Konsum, deswegen geht dieses Spiel auch so gut auf. Doch muss da noch mehr sein. Zum Glück gibt es Lichtblicke. 

Ich habe vor ein paar Wochen ein Video der YouTuberin Jodie Calussi gesehen. Der Titel: „Nicht angucken, wenn du denken willst, dass alles okay ist.“ In dem Video spricht sie über die enorme Plastikverschmutzung auf unserem Planeten. Doch sie spricht nicht nur darüber. Zusammen mit der Organisation WingsOfTheOcean ist sie 2 Tage an Bord und hilft vor Ort. I mean, yeah. Genau das ist doch der Einfluss, den wir Menschen brauchen. Dabei zeigt sie unbeschönigte Bilder der plastikverschmutzen Strände und Landschaften und überzeugt mit fundierten und gleichzeitig erschreckenden Zahlen. Danke erstmal dafür. 

Und jetzt mein Vorschlag: Können wir bitte weniger Zeit damit verbringen, in unser Handy zu starren und ein Item nach dem nächsten zu bestellen? Können wir rausgehen, unsere wunderschöne Erde genießen, bevor wir sie komplett zerstören? Können wir gegen den Strom schwimmen und die Habgier der Gesellschaft reduzieren? Und bitte, bitte. Können wir aufhören, alles in Plastik zu verpacken? Danke. 

2 thoughts on “Influencer, WTF are you doing?

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  1. Ja gut geschrieben, alles richtig. Und können wir die Liste ergänzen mit: “und während einer Unterhaltung nicht ständig das Handy im Blick haben ob eine Nachricht reinkommt, die es unbedingt zu beachten gilt und damit wichtiger erscheint als der Mensch der einem gegenüber sitzt.”

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    1. Oh ja, nicht nur Social Media verändert das Zusammenleben. Das Smartphone an sich macht doch vieles umständlicher, anstatt uns das Leben zu erleichtern.

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